Eispickel für Hochtouren: Kaufberatung & Vergleich

Typ B oder T, Länge, Material und Schaftform: woran du den richtigen Eispickel für Hochtouren erkennst – mit Modellen im Vergleich.

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Seilschaft auf einem Firngrat im Nebel

Wofür brauchst du einen Eispickel auf Hochtour?

Der Eispickel ist auf Hochtouren dein wichtigstes Sicherungsgerät im Schnee: Er dient als Gehstütze im steilen Gelände und ermöglicht dir im Notfall die Selbstsicherung bei einem Sturz. Für klassische Hochtouren in den Alpen ist ein Eispickel daher ebenso wichtig wie Steigeisen und Hochtourenschuhe.

Salewa Alpine-X Eispickel für Hochtouren in ganzer Länge
Ein klassischer Hochtourenpickel: gerader Schaft, moderate Haue – gebaut fürs Gehen und für den Selbstarrest.

Der Eispickel ist das Ausrüstungsteil, bei dem Einsteiger am häufigsten zum falschen Modell greifen – meist zu einem zu technischen. Im Laden sieht der aggressiv gebogene Eiskletterpickel eindrucksvoll aus. Auf einem Firngrat ist er unhandlich, und beim Selbstarrest hilft dir seine Form nicht.

Für klassische Hochtouren brauchst du das Gegenteil: einen geraden, eher schlichten Pickel, den du stundenlang bequem als Gehstütze tragen kannst und der im Ernstfall im Schnee greift.

Auf Hochtouren wechselst du den Eispickel bei Richtungswechseln üblicherweise in die jeweils bergseitige Hand, damit du im Ernstfall sofort reagieren kannst – auch das übst du am besten in einem Kurs oder gemeinsam mit erfahrenen Personen.

Als Beispiel für einen bewährten, klassischen Hochtouren-Eispickel zeigen wir dir hier ein bekanntes Modell:

Gebogener Schaft

Petzl Summit

Petzl Summit – Produktbild

Produktbild: VerticalExtreme

Klassischer Hochtourenpickel, dessen Schaft leicht gebogen ist. Das klingt nach einem Detail, macht aber im steilen, vereisten Firn den Unterschied: die Hand hat beim Einstechen Platz, statt an der Flanke anzustoßen.

Vorteile
  • gebogener Schaft gibt in steilem Gelände Freiraum für die Hand
  • funktioniert als Gehpickel, Geländerpickel und in kurzen Steilpassagen als Zugpickel
  • gutes Verhältnis von Preis und Haltbarkeit
Nachteile
  • im flachen Firn ist ein gerader Schaft beim Einstecken bequemer
  • kein Ersatz für ein Eisgerät im steilen Wassereis

Geeignet für: Anspruchsvollere Hochtouren, Eistouren und steile Couloirs, bei denen es nicht nur ums Gehen geht.

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Typ B oder Typ T – die wichtigste Unterscheidung

Eispickel werden nach der Norm EN 13089 geprüft und in zwei Klassen eingeteilt. Die Kennzeichnung findest du eingestanzt am Schaft oder an der Haue.

Typ B (Basic) – geprüft für klassische Anwendung. Leichter, etwas weniger belastbar. Der Standard für Hochtouren, Gletscher und Firn.

Typ T (Technical) – höhere Prüflast. Gedacht für steiles Eis, Verankerungen und technisches Gelände. Schwerer und teurer.

Manche Pickel kombinieren beides, etwa Schaft B mit Haue T. Für den Einstieg in klassische Hochtouren reicht Typ B vollkommen aus. Typ T wird relevant, wenn du den Pickel als Fixpunkt belasten oder steiles Eis klettern willst.

Achte beim Kauf darauf, dass eine dieser Kennzeichnungen überhaupt vorhanden ist. Ohne Normkennzeichnung weißt du nicht, was das Gerät aushält.

Die Länge – der zweite große Fehler

Ein klassischer Hochtourenpickel wird als Gehhilfe benutzt: Du hältst ihn am Kopf, die Spitze zeigt nach unten, und er ersetzt bergseitig den Stock. Deshalb gilt die alte Faustregel:

Nimm den Pickel am Kopf, lass den Arm locker hängen. Die Spitze sollte etwa auf Höhe deines Knöchels enden.

Grob übersetzt landen die meisten Hochtourengeher bei 50 bis 60 cm. Je steiler das Gelände, desto kürzer darf er sein – auf steilen Flanken ist ein langer Pickel im Weg. Für flache Gletscherwanderungen darf er länger sein.

Die ausführliche Herleitung samt Tabelle steht im Artikel Eispickel Länge.

Wenn du zwischen zwei Längen stehst: Für klassische Hochtouren die kürzere nehmen. Ein zu langer Pickel stört im steilen Gelände deutlich mehr, als ein etwas kurzer auf flachem Gletscher stört.

Schaftform: gerade oder gebogen?

Gerader Schaft – für klassische Hochtouren die richtige Wahl. Er lässt sich sauber in den Schnee stecken, dient als Verankerung und liegt beim Gehen gut in der Hand.

Leicht gebogen – ein Kompromiss. Beim Zuschlagen in steilem Firn etwas angenehmer, beim Einstecken minimal schlechter. Für kombinierte Touren okay.

Stark gebogen mit Griffmulde – Eisklettergerät. Als Gehstütze unbrauchbar und im Schnee schlecht zu versenken.

Drei Pickel für Hochtouren, nach Schaftform sortiert: gerade für flachen Firn, leicht gebogen als Kompromiss, deutlich gebogen für steiles Gelände. Je stärker die Biegung, desto mehr Platz hat die Hand beim Einstechen – und desto unhandlicher wird das Einstecken im Flachen:

ProduktKategorieGewichtBindung / Typ
Alpiner Eispickel350 g bei 53 cm, 375 g bei 65 cm (Herstellerangabe)Klassischer Hochtourenpickel, Typ B; Kopf aus Carbon Steel, Schaft aus Aluminium 7075
Hochtouren-Eispickel mit gebogenem Schaft–Klassischer Hochtourenpickel mit gebogenem Schaft
Grivel Airtech Evo T – Produktbild
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Alpinpickel mit gebogenem Schaft–Alpinpickel mit gebogenem Schaft; Stahlkopf, G-Bone-Aluminiumschaft

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Material: leicht ist nicht immer besser

Haue und Spitze aus Stahl sind der Standard. Stahl beißt in hartes Firn und Eis und hält Kontakt mit Fels aus.

Materialkennzeichnung AL 7075 und Carbon Steel auf dem Schaft eines Eispickels
Die Kennzeichnung steht auf dem Schaft: Aluminium 7075 für den Schaft, Carbon Steel für die Haue. Lohnt einen Blick vor dem Kauf.

Aluminium kommt bei sehr leichten Pickeln zum Einsatz, meist am Schaft, teils auch an der Haue. Ein Alu-Pickel spart spürbar Gewicht – das ist auf langen Touren ein echtes Argument. Aber: Eine Alu-Haue greift in hartem Eis schlechter und verschleißt schneller.

Für den ersten Pickel: Schaft darf Alu sein, Haue und Spitze aus Stahl. Ein reiner Ultraleicht-Pickel ist ein Zweitgerät für Leute, die genau wissen, wofür sie ihn einsetzen.

Gerade Gehpickel im Vergleich

Drei gerade Gehpickel über die ganze Preisspanne. Technisch trennt sie wenig – der Unterschied liegt beim Gewicht, beim Material des Schafts und daran, wie lange sie halten, wenn sie regelmäßig Fels treffen:

ProduktKategorieGewichtBindung / Typ
Einfacher Gehpickel–Klassischer Gehpickel; Kopf aus Stahl, Schaft aus Aluminium
Klassischer Hochtouren-Eispickel–Klassischer Gehpickel, Typ B; Kopf aus Edelstahl, Schaft aus Aluminium
Leichter Hochtouren-Eispickel330 g bei 49 cm (Herstellerangabe)Klassischer Hochtourenpickel, Typ B nach EN 13089; Längen 49, 54, 60 und 67 cm

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Der Pickel für den Anfang

Wenn du deinen ersten Pickel kaufst und noch nicht weißt, wohin es geht, ist die Antwort unspektakulär: ein gerader Gehpickel aus Alu mit Stahlkopf. Nichts daran ist aufregend, und genau das ist der Punkt – er verzeiht Fehler, hält Felskontakt aus und kostet nicht das Geld, das du für Steigeisen brauchst.

Typ B zertifiziert

Black Diamond Raven

Black Diamond Raven – Produktbild

Produktbild: VerticalExtreme

Der Pickel, mit dem die meisten anfangen: gerader Alu-Schaft, Edelstahlkopf, große Karabineröse. Nichts daran ist spektakulär, und genau das ist bei einem Gehpickel der Punkt.

Vorteile
  • präzisionsgegossener Edelstahlkopf, hält auch Kontakt mit Fels aus
  • trapezförmiger Schaft – liegt besser in der Hand als ein rundes Rohr
  • große Karabineröse, Selbstsicherung geht schnell
  • Typ B nach CEN zertifiziert
Nachteile
  • gerader Schaft: in steilem, vereistem Gelände fehlt der Freiraum für die Hand
  • schwerer als ein Pickel mit Carbonschaft

Geeignet für: Erste eigene Hochtouren, Gletscherkurse und alles, wo der Pickel zum Gehen, Stützen und Bremsen da ist.

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Worauf du beim Kauf sonst noch achten solltest

  • Normkennzeichnung B oder T am Gerät – nicht verhandelbar
  • Griffigkeit des Schafts: Gummierung im unteren Bereich hilft, wenn du den Pickel mal weiter unten greifst
  • Haube/Schutzkappen für Haue und Spitze – schützt Rucksack und Mitgeher
  • Loch für Handschlaufe: ob du eine Schlaufe nutzt, ist Geschmackssache, die Option sollte aber da sein
  • Gewicht im Verhältnis zur Tour: Auf einer langen Tour trägst du den Pickel die meiste Zeit am Rucksack – dazu passt der Artikel Eispickel am Rucksack befestigen

Handschlaufe: ja oder nein?

Darüber wird viel diskutiert. Eine Schlaufe verhindert, dass dir der Pickel abhandenkommt – ein verlorener Pickel auf einem Gletscher ist ein ernstes Problem. Gleichzeitig kann eine Schlaufe beim Wechsel der Hand stören, und im Sturz kann ein an der Hand hängender Pickel zur Verletzungsquelle werden.

Es gibt kein Richtig für alle. Wichtig ist, dass du dich bewusst entscheidest und die Handhabung vorher übst – nicht, dass du auf halbem Weg zum ersten Mal darüber nachdenkst.

Kaufen, leihen oder gebraucht?

Beim Pickel spricht einiges fürs Leihen: Er muss nicht individuell passen, und nach zwei, drei Touren weißt du deutlich besser, welche Länge und welches Gewicht dir liegen. Verleih gibt es bei Bergsportgeschäften, Alpenvereinssektionen und Bergschulen – bei gebuchten Gletscherkursen ist er oft im Paket dabei.

Fürs Kaufen spricht, dass du den Pickel dann kennst: Länge, Balance und Handhabung sitzen, und du musst vor jeder Tour nicht erst wieder ausleihen. Wer absehbar mehrmals pro Saison auf Hochtour geht, fährt mit einem eigenen Gerät besser.

Gebrauchte Pickel sind verlockend günstig. Beachte aber:

  • Risse und Verformungen an Haue und Schaftansatz sind Ausschlusskriterien
  • Starker Verschleiß an Spitze und Zacken lässt sich nachschärfen, aber nur begrenzt
  • Unbekannte Vorgeschichte: Ein Pickel, der einen harten Sturz oder eine Belastung als Fixpunkt hinter sich hat, kann Schäden haben, die du nicht siehst
  • Fehlende Normkennzeichnung bei sehr alten Geräten

Bei Ausrüstung, die im Ernstfall dein Sturz stoppen soll, ist Gebrauchtkauf die falsche Stelle zum Sparen – jedenfalls bei unbekannter Herkunft.

Die Teile des Pickels und wofür sie da sind

Ein Eispickel besteht aus wenigen Teilen, die alle eine klare Aufgabe haben:

Kopf eines Eispickels mit Haue, Schaufel und Loch für die Handschlaufe
Der Kopf im Detail: Haue mit Zahnung zum Greifen im Schnee, Schaufel zum Stufenschlagen, Loch für Schlaufe oder Karabiner.

Die Haue ist die gebogene, gezahnte Seite des Kopfs. Damit schlägst du in Firn und Eis ein, und sie ist das Teil, das beim Selbstarrest bremst. Die Zähnung auf der Unterseite sorgt dafür, dass sie greift statt abzurutschen.

Die Schaufel sitzt auf der Gegenseite des Kopfs. Damit gräbst du – Stufen, Verankerungen, im Notfall eine Schneehöhle. Bei technischen Geräten ist sie oft durch einen Hammer ersetzt, was für Hochtouren keinen Vorteil bringt.

Der Schaft ist das, was du beim Gehen in den Schnee steckst. Gerade und ohne Griffmulde lässt er sich am tiefsten versenken – wichtig, wenn er als Verankerung dienen soll.

Die Spitze (Dorn) am unteren Ende dringt beim Gehen in harten Firn ein. Sie sollte scharf bleiben; eine stumpfe Spitze rutscht.

Selbstarrest – der Grund, warum du ihn überhaupt trägst

Der Pickel ist kein Wanderstock. Sein eigentlicher Zweck ist, dich zu bremsen, wenn du auf Firn ins Rutschen kommst.

Die Bewegung dabei ist grob: den Körper auf den Bauch drehen, die Haue schulternah in den Hang drücken, das Gewicht darauf verlagern, Beine anwinkeln – und zwar mit Steigeisen an den Füßen so, dass die Zacken den Hang nicht berühren. Sonst hakt das Steigeisen ein und du überschlägst dich.

Das klingt nach wenig und ist in der Praxis anspruchsvoll, weil es reflexartig funktionieren muss: auf dem Rücken, kopfüber, in Sekundenbruchteilen. Genau deshalb wird es auf einem sicheren Übungshang geübt, jede Saison neu – und nicht erst dann, wenn es ernst wird.

Ein Pickel, mit dem der Träger den Bremsvorgang nie geübt hat, ist zusätzliches Gewicht, keine Sicherheit.

Transport am Rucksack – ohne sich selbst zu gefährden

Die meiste Zeit auf einer Hochtour hängt der Pickel am Rucksack. Dabei gilt:

  • Schutzkappen auf Haue und Spitze, wenn der Pickel verstaut ist
  • Haue nach innen oder nach unten gedreht, nie auf Kopfhöhe des Hintermanns zeigend
  • Schaft fixieren, sodass der Pickel nicht pendelt
  • Griffbereit verstauen, wenn Firnpassagen kommen – ein Pickel, den du erst auspacken musst, hilft beim Rutschen nicht

Die Details je nach Rucksacksystem stehen im Artikel Eispickel am Rucksack befestigen.

Pflege und Kontrolle

  • Nach der Tour abtrocknen, besonders bei Stahlteilen
  • Spitze und Haue scharf halten – mit der Handfeile, nicht maschinell, weil zu viel Hitze den Stahl verändert
  • Vor der Saison prüfen: Risse am Kopf-Schaft-Übergang, lockere Nieten, Verformungen
  • Nach hartem Sturz oder Verankerungsbelastung genau kontrollieren – ein Pickel, der als Fixpunkt stark belastet wurde, kann Schäden haben, die man nicht sieht

Häufige Fehler

  • Zu technisch kaufen. Der gebogene Eispickel aus dem Katalog ist für ein anderes Gelände gemacht.
  • Zu lang kaufen. Die Faustregel „bis zum Knöchel“ wird gerne ignoriert, weil längere Pickel im Laden „richtiger“ aussehen.
  • Alu-Haue für harten Firn. Spart Gramm, kostet Halt.
  • Ohne Schutzkappen transportieren. Eine Haue im Rucksack findet zuverlässig die Daunenjacke.
  • Den Selbstarrest nie geübt haben. Der Pickel nützt nichts, wenn die Bewegung nicht sitzt.
  • Handschlaufe nie ausprobiert. Ob mit oder ohne Schlaufe – die Handhabung muss vor der Tour sitzen, nicht erst am Grat.

Fazit

Für klassische Hochtouren kaufst du einen geraden Pickel vom Typ B, mit Stahlhaue, in einer Länge, bei der die Spitze am hängenden Arm etwa den Knöchel erreicht. Damit deckst du Gletscher, Firngrate und die allermeisten Einsteigertouren ab.

Wichtiger als das Modell ist, dass du die Grundtechniken wie den Selbstarrest vor deiner ersten Tour übst. Auch die richtige Hochtouren Bekleidung trägt zu einem sicheren Auftritt bei. Die restliche Grundausrüstung findest du in unserer Hochtouren Packliste.

Häufige Fragen

Welchen Eispickel brauche ich für Hochtouren?

Einen klassischen Hochtourenpickel mit geradem Schaft, Typ B nach EN 13089, Haue aus Stahl. Die Länge richtet sich nach Körpergröße und Gelände – meist 50 bis 60 cm.

Was bedeutet Typ B und Typ T beim Eispickel?

Die Kennzeichnung stammt aus der Norm EN 13089. Typ B (Basic) ist für klassische Anwendungen geprüft, Typ T (Technical) hält höhere Lasten aus und ist für steiles Eis und Verankerungen gedacht. Für Hochtouren reicht Typ B.

Wie lang sollte ein Eispickel sein?

Nimm den Pickel am Kopf und lass den Arm hängen: Die Spitze sollte etwa auf Knöchelhöhe enden. Für die meisten Hochtourengeher sind das 50 bis 60 cm. Details in der Längenberatung.

Brauche ich als Anfänger einen technischen Eispickel?

In der Regel nicht. Für die meisten klassischen Einsteiger-Hochtouren reicht ein klassischer, gerader Hochtourenpickel völlig aus. Technische Pickel sind eher für steileres Eis und Mixed-Gelände gedacht.

Lohnt sich ein Aluminium-Eispickel?

Für lange Touren mit viel Firn ja, weil er deutlich Gewicht spart. In hartem Eis und auf Fels greift eine Alu-Haue aber schlechter und verschleißt schneller. Als einziger Pickel für den Einstieg ist Stahl die sicherere Wahl.

Kann ich einen Eispickel gebraucht kaufen?

Nur bei bekannter Vorgeschichte und nach genauer Prüfung auf Risse und Verformungen. Ein Pickel, der bereits hart belastet wurde, kann Schäden haben, die von außen nicht sichtbar sind – bei einem Gerät, das einen Sturz stoppen soll, ist das ein schlechter Ort zum Sparen.

Wofür nutzt man den Eispickel auf Hochtour?

Der Eispickel dient vor allem als Gehstütze im Schnee und zur Selbstsicherung: Bei einem Sturz kannst du dich mit der richtigen, geübten Technik selbst abbremsen.

Kann ein Eispickel Steigeisen ersetzen?

Nein. Eispickel und Steigeisen erfüllen unterschiedliche Aufgaben und ergänzen sich – der Pickel ersetzt weder den Halt der Steigeisen noch die Seilsicherung auf dem Gletscher.

Wie transportiert man einen Eispickel am Rucksack?

Die meisten Hochtouren-Rucksäcke haben dafür eine Pickelschlaufe am unteren Rucksackboden sowie einen Fixierriemen weiter oben, mit dem sich der Schaft sicher befestigen lässt. Achte darauf, dass die Haue dabei sicher verstaut und nicht frei zugänglich ist.

Nächster sinnvoller Schritt

Wenn du gerade deine Ausrüstung zusammenstellst, starte mit der kompletten Hochtouren-Packliste und prüfe danach Schuhe, Steigeisen, Eispickel und Bekleidung einzeln.

Packliste →Hochtourenschuhe →Steigeisen →

Hinweis: Inhalte zu Ausrüstung ersetzen keine Ausbildung, Tourenplanung oder Sicherheitskurs.